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Sanddorn passieren: So stellen Sie Saft mit dem TRE SPADE Easy Squeezy her

2026. 10. 05.

Sanddorn passieren: So stellen Sie Saft mit dem TRE SPADE Easy Squeezy her

Woher stammt der Sanddorn und wofür wird er verwendet?

Der Gemeine Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ist eine Pflanze, die ursprünglich in den kalten und gemäßigten Regionen Eurasiens heimisch ist. In Europa kommt er in seinem natürlichen Lebensraum unter anderem an Flussufern und auf sandigen Böden vor, wird heute jedoch auch in vielen Ländern großflächig angebaut.

Die orangefarbenen Beeren sind aufgrund ihrer besonderen Inhaltsstoffe wertvoll. Sanddorn wird vor allem als Lebensmittel und als Rohstoff für verschiedene verarbeitete Produkte verwendet. Daraus lassen sich Saft, Sirup, Püree, Marmelade und andere Fruchtprodukte herstellen; aus den Samen und dem Fruchtfleisch kann außerdem Öl gewonnen werden.

Der Geschmack ist charakteristisch säuerlich und intensiv, weshalb Sanddornsaft häufig mit süßeren Fruchtsäften kombiniert wird.

Warum ist Sanddorn wertvoll?

Sanddorn ist nicht nur eine Frucht mit einem besonderen, säuerlichen Geschmack, sondern enthält auch zahlreiche wertvolle Nährstoffe. Er ist besonders reich an Vitamin C, enthält aber auch Vitamin E, Carotinoide – darunter Beta-Carotin –, sowie Polyphenole und Flavonoide. Die ganze Beere ist außerdem reich an Ballaststoffen und Pektin; zu den enthaltenen Mineralstoffen gehören Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink und Mangan.
Beim Passieren verbleiben Ballaststoffe und bestimmte fettlösliche Verbindungen teilweise im Fruchtfleisch und im festen Material rund um die Samen, sodass sich die Zusammensetzung des fertigen Saftes von der ganzen Beere unterscheidet. Sanddorn ist daher vor allem als Quelle verschiedener wertvoller Nährstoffe und pflanzlicher Verbindungen interessant und nicht wegen einer einzelnen „Wunderwirkung“.

Wie ist die Sanddornernte 2026?

Sanddorn wird üblicherweise von Ende August bis Oktober geerntet. Der genaue Zeitpunkt hängt jedoch stark von der Sorte, dem Standort und den Witterungsbedingungen des jeweiligen Jahres ab.

2026 war in ganz Europa ein außergewöhnlich trockenes Jahr. Dies ist auch beim Sanddorn ein wichtiger Faktor. Obwohl die Pflanze relativ trockenheitsverträglich ist, können Wasserversorgung und Witterung die Größe, Saftigkeit und den allgemeinen Zustand der Beeren beeinflussen. Daher können 2026 besonders große Unterschiede zwischen einzelnen Standorten und Plantagen auftreten.

Vor der Verarbeitung sollte man daher nicht nur den Reifegrad, sondern auch die Größe und den Saftgehalt der Beeren berücksichtigen.

Womit wird Sanddorn üblicherweise passiert?

Für die Verarbeitung größerer Mengen Sanddorn werden im gewerblichen Bereich verschiedene Fruchtpressen, Passiermaschinen oder Zentrifugen eingesetzt.

Für kleinere Betriebe oder die Verarbeitung zu Hause kann eine Schnecken-Passiermaschine jedoch eine wesentlich einfachere und praktischere Lösung sein. Mit dem passenden Sieb lassen sich Fruchtfleisch und Saft von Schalen, Kernen und größeren festen Bestandteilen trennen.

Der TRE SPADE Easy Squeezy wird mit vier Edelstahl-Sieben mit einer Maschenweite von 0,5 mm, 0,8 mm, 1,5 mm und 2 mm geliefert. Das Gerät eignet sich zur Herstellung von Säften und Pürees aus zahlreichen Obst- und Gemüsesorten.

Sanddorn mit dem TRE SPADE Easy Squeezy passieren

Beim Sanddorn hängt die Wahl des passenden Siebs davon ab, welche Konsistenz das Endprodukt haben soll und in welchem Zustand sich die zu verarbeitenden Früchte befinden.

0,8-mm-Sieb – eine gute allgemeine Wahl

Wenn ein flüssigerer, aber dennoch gehaltvoller Sanddornsaft gewünscht wird, empfiehlt es sich, zunächst das 0,8-mm-Sieb auszuprobieren.
Dies ist besonders dann eine gute Wahl, wenn die Beeren ausreichend reif, aber noch nicht überreif sind und viel Saft abgeben.

0,5-mm-Sieb – für ein dickeres, püreeartiges Ergebnis

Wenn ein dickeres Ergebnis mit höherem Fruchtfleischanteil gewünscht wird, kann das 0,5-mm-Sieb die bessere Wahl sein.

Einer unserer Kunden hat für Sanddorn ausschließlich das 0,5-mm-Sieb verwendet. Seiner Erfahrung nach ließ sich die Frucht in einem Durchgang mit hervorragender Qualität verarbeiten; ein zweiter Durchgang brachte keinen nennenswerten zusätzlichen Ertrag.

Der Sanddornkern ist flach und länglich und erinnert in etwa an einen kleinen Pflaumenkern. Aufgrund seiner Größe könnten theoretisch auch größere Siebe verwendet werden. Je nach gewünschter Konsistenz können jedoch das 0,5- oder 0,8-mm-Sieb die praktischere Wahl sein.

Worauf sollte man beim Passieren von Sanddorn besonders achten?

Eine Besonderheit des Sanddorns ist, dass die Beeren sehr saftig sein können. Besonders bei überreifen Beeren muss mit stärkerem Spritzen gerechnet werden.
Das Gerät verfügt serienmäßig über einen Spritzschutz, der auch in diesem Fall seine Aufgabe erfüllt. Aufgrund des hohen Saftgehalts können die Beeren unter dem Druck der Schnecke jedoch stärker aufplatzen als andere Früchte.

Einer unserer Kunden fand dafür eine einfache und wirkungsvolle Lösung: Mit einer Art „Schürze“ aus stärkerer Kunststofffolie leitete er die Spritzer in Richtung Auffangbehälter. Die Folie wurde mit zwei kurzen Streifen Isolierband befestigt und schützte so die Umgebung und Kleidung vor Sanddornsaft.

Wichtig: Die Kunststofffolie ist lediglich eine individuelle Zusatzlösung. Achten Sie darauf, dass sie den Betrieb des Geräts, die rotierenden Teile oder die Belüftung des Motors keinesfalls beeinträchtigt – ein wenig technisches Verständnis ist dabei ebenfalls hilfreich.

Vorbereitung: Was sollte man vor dem Passieren mit den Beeren machen?

Der Sanddorn sollte vor der Verarbeitung sorgfältig sortiert werden. Insbesondere Zweige, Blätter und andere pflanzliche Verunreinigungen sollten entfernt werden.
Die Größe der Beeren ist an sich kein Problem. Vor der Verarbeitung sollte jedoch darauf geachtet werden, wie reif und saftig sie sind.

Falls gelegentlich ein kleines Fruchtstück im austretenden Saft landet, kann der Saft anschließend zusätzlich gefiltert werden. Für einen besonders klaren Saft kann die flüssigere Fraktion zunächst durch ein gröberes und anschließend durch ein feineres Sieb gegeben werden.

Schnellübersicht: Welches Sieb sollte man wählen?

  • 0,8 mm: guter Ausgangspunkt für einen flüssigeren, aber dennoch gehaltvollen Sanddornsaft.
  • 0,5 mm: für ein dickeres, püreeartiges Ergebnis mit höherem Fruchtfleischanteil.
  • 1,5–2 mm: aufgrund der relativ großen Kerne theoretisch möglich, für Sanddorn sind feinere Siebe jedoch meist praktischer.
  • Zweiter Durchgang: nicht unbedingt erforderlich; praktische Erfahrungen zeigen, dass ein Durchgang mit dem 0,5-mm-Sieb bereits ein sehr gutes Ergebnis liefern kann.
  • Sehr reife, sehr saftige Beeren: mit stärkerem Spritzen rechnen.

Wie sollte Sanddornsaft haltbar gemacht werden?

Frisch passierter Sanddornsaft eignet sich nicht ohne Weiteres für eine langfristige Lagerung bei Raumtemperatur. Wenn er später verwendet werden soll, ist eine geeignete Konservierungsmethode erforderlich.

Pasteurisierung

Eine traditionelle Methode ist die Wärmebehandlung bzw. Pasteurisierung. Der in entsprechend vorbereitete und gereinigte Flaschen oder Gläser abgefüllte Saft kann durch Wärmebehandlung haltbar gemacht werden.
Die genaue Temperatur und Dauer sollte jedoch immer entsprechend dem verwendeten Rezept, Verfahren und der Verpackung festgelegt werden. Bei der Konservierung sind neben Geschmack und Nährstofferhalt auch die Lebensmittelsicherheit wichtige Aspekte.

Einfrieren

Für den Hausgebrauch kann das Einfrieren eine sehr praktische Lösung sein. Der Saft kann auch portionsweise eingefroren werden, sodass immer nur die benötigte Menge aufgetaut werden muss.

Kombination mit anderen Fruchtsäften

Aufgrund seines intensiven, säuerlichen Geschmacks lässt sich Sanddorn besonders gut mit anderen Fruchtsäften kombinieren. Mit Apfel-, Birnen- oder Orangensaft lässt sich beispielsweise ein ausgewogeneres und angenehmeres Getränk herstellen.
Es empfiehlt sich, zunächst mit kleineren Mengen zu experimentieren, denn Sanddorn hat einen sehr charakteristischen Geschmack: Schon eine relativ kleine Menge kann den Geschmack eines Fruchtsafts deutlich verändern.

Zusammenfassung

Bei der Verarbeitung von Sanddorn kommt es vor allem darauf an, das Sieb passend zum Zustand der Früchte und zur gewünschten Konsistenz auszuwählen.

Das 0,8-mm-Sieb ist eine gute allgemeine Wahl für einen flüssigeren Saft, während das 0,5-mm-Sieb für ein dickeres, püreeartiges Ergebnis empfohlen werden kann. Richtig vorbereitete Beeren lassen sich sehr gut in einem Durchgang verarbeiten.
Bei besonders reifen und saftigen Beeren sollte jedoch mit stärkerem Spritzen gerechnet werden. Mit etwas Vorbereitung und einer geeigneten Arbeitsumgebung lässt sich dies gut bewältigen.
Ist der frische Sanddornsaft erst einmal fertig, sind Pasteurisierung, Einfrieren oder die Kombination mit anderen Fruchtsäften gute Möglichkeiten, die Ernte nicht nur frisch, sondern auch später zu genießen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Verarbeitung und eine erfolgreiche Sanddornsaison!

Ihr Gammo-Team


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